The Ashes of Empire
(Autor: Harals Topf)
(Verlag: CSPP & UGG)

 The Ashes of Empire ist ein Kartenspiel für 1 bis 8 Spieler. Mit einem zweiten Kartensatz können 9 und mehr Spieler teilnehmen. Das Spiel dreht sich darum, mit Flotten aus Raumschiffen, die durch sechsseitige Würfel repräsentiert werden, Planten zu erobern, die durch die Karten repräsentiert werden. Sieger ist, wer zuerst Planeten in bestimmten Kombinationen erobert hat. Die Spieldauer ist von der Spielerzahl und vom Glück abhängig. Bei zwei Spielern liegt sie normalerweise zwischen 30 und 60 Minuten.

 Ein Kartensatz besteht aus 40 Planetenkarten. Zusätzlich benötigt jeder Spieler 18 sechsseitige Würfel, die dem Spiel nicht beigelegt sind und somit separat erworben werden müssen. Auf den Karten findet man neben dem Planetennamen eine Planetennummer zwischen 1 und 40 sowie einen Kode von A1 bis K4. Neben dem Bild bedinden sich dort auch Werte für Bevölkerung und Planetenmoral. Au&#223erdem findet man auf jeder Karte noch eine Distanztabelle, auf der man die Distanz des Planeten von jedem anderen Planeten des Spiels kodiert mit Hilfe der Planetennummern ablesen kann. In der Tabelle gibt es 4 Entfernungsstufen.

 Die Spielregeln sind aufgeteilt in die Basisregeln und die Fortgeschrittenen Regeln. Im folgenden wird zunächst auf die Basisregeln Bezug genommen. Die Fortgeschrittenen Regeln können einzeln optional nach Vereinbarung der Spieler verwendet werden und ersetzen oder ergänzen die Basisregeln, ohne die Grundidee des Spiels zu verändern. Mit Hilfe von Zusatzkarten, die dem Spiel beiliegen, können die verwendeten Fortgeschrittenen Regeln auch zufällig bestimmt werden.

 Jeder Spieler erhält zu Spielbeginn 3 Karten verdeckt ausgeteilt. Diese Handkarten werden als Heimatplaneten bezeichnet. 8 Karten werden aufgedeckt, und repräsentieren entdeckte neutrale Planeten. Die Spieler kommen nacheinander an die Reihe. Ist man am Zug, bekommt man zunächst für jeden in seinem Besitz befindlichen Planeten ein neues Raumschiff. Dies wird dadurch angezeigt, daß sechsseitige Würfel mit der entsprechenden Augenzahl nach oben gedreht werden. Jedes Auge entspricht einem Raumschiff.

 In der folgenden Bewegungsphase hat man die Wahl zwischen dem Austausch eines Heimatplaneten durch einen vom Stapel gezogenen neuen Planeten, dem Umwandeln eines Heimatplaneten in eine Kolonie durch Aufdecken und Besetzen des Planeten, dem Vorbereiten einer Eroberung oder der Reorganisation. Zur Vorbereitung einer Eroberung werden maximal 6 Raumschiffe vom Startplaneten auf einen in der Distanztabelle angegebenen offen ausliegenden in einem Schritt erreichbaren Planeten gestellt, was in der Gefechtsphase zu einem Kampf führt. Bei der Reorganisation dürfen die Raumschiffe zwischen den Kolonien und den Heimatplaneten beliebig ausgetauscht werden. Wird auf diese Weise ein Planet ganz von Raumschiffen entblö&#223t, bricht in der Gefechtsphase auf ihm eine Revolution aus und er wird wieder neutral. Die Anzahl der Raumschiffe auf einem Planeten darf das sechsfache der Bevölkerungszahl nicht übersteigen. Diese Regel wird nur während eines Kampfes kurzfristig übertreten.

 In der Gefechtsphase wird für jedes an einem Kampf teilnehmende Raumschiff einmal mit einem sechsseitigen Würfel gewürfelt und die Summe der Würfe gebildet. Der Angreifer gewinnt den Kampf, wenn seine Summe grö&#223er ist, als die des Verteidigers. Zur Berechnung der Verluste des Gegners wird die Summe durch 6 dividiert und abgerundet. Das Ergebnis gibt die Anzahl der vernichteten gegnerischen Raumschiffe an. Der Verlierer zieht sich mit seinen Raumschiffen auf seine Heimatplaneten zurück. Ein neutraler Planet verteidigt sich mit soviel Raumschiffen, wie die Bevölkerungszahl angibt. Verliert die neutrale Kolonie den Kampf, entscheidet der siegreiche Spieler, welche neutrale Kolonie durch die übriggebliebenen Raumschiffe verstärkt wird. Raumschiffe die dabei das Stapellimit des Planeten übersteigen, werden eliminiert.

 Der Gewinner des Spiels wird anhand des Buchstaben- und Zahlenkodes ermittelt, der sich auf jeder Karte befindet. Es gewinnt derjenige, der zuerst alle Planeten mit dem gleichen Buchstaben (A bis I und K) oder 6 Planeten mit der gleichen Zahl (1 bis 4) erobert hat.

 Die fortgeschrittenen Regel führen Abwechslung in die Basisregeln ein. Zum Beispiel bekommen die auf den Karten angegebenen Planeten der zusätzlichen Distanzstufen eine Bedeutung. Man muß nicht mehr zu einem Zielplaneten durchkämpfen, sondern kann ihn evtl. direkt anfliegen. Die Gleichzeitigkeitsregel lä&#223t alle Spieler ihre Aktionen gleichzeitig durchführen. Die Piratenphase bringt Piraten ins Spiel, die automatisch nach vorgegebenen Regeln die Spieler angreifen.

 Der Spielmechanismus von The Ashes of Empire funktioniert gut und macht Spass. Die optionalen Fortgeschrittenen Regeln sorgen für lang anhaltendes Vergnügen. Die Regel ist gut strukturiert. Etwas störend wirkt, daß man sich evtl. eine erhebliche Menge an sechsseitigen Würfeln zusätzlich besorgen muß. Wer damit leben kann bekommt jedoch ein empfehlenswertes Spiel.

 

 


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On 12 May 2003, 23:31.