eisig kalt, die Kristalle voll schmelzender Schönheit
hörst du des Geistes Stimme die schwebt über der Weißen Ebene
schneidend rieselt es vom Wind getrieben dahin
ein Strauch steht erfroren inmitten der Weite
halb zugedeckt von einem Mantel aus Eis
erstarrt ist das Leben in sibrigem Glanz
vollkommene Stille umfängt wie Watte das Ohr
es beginnt wieder zu schneien
ein Baum in weiter Ferne ist kaum noch zu sehen,
als würde die Nacht weiß statt schwarz
und dicker wird die Schicht mit jeder Minute
durchdringend frisch fliegt der Atem
Spuren bleiben zurück, halten fest die Sekunden
und verschwinden langsam wie im Traum
müde macht es, zu durchwandern dieses Erlebnis

 

 25.05.90 2221

 


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On 22 Feb 2004, 11:24.