Die Anhörung
Donnerstag, 24.11.2005
geträumt zwischen 0:10 und 5:45 Uhr gegen Ende der Zeitperiode
 

 Es geht um meinen Auftritt bei einer öffentlichen Anhörung. Es werden viele Leute da sein. Es werden sehr viele Leute zugucken. Die Anhörung wird im Fernsehen übertragen. Ich bin nicht angeklagt, aber was ich sage wird wichtig sein. Ich könnte sehr viel falsch machen, was ziemlich unangenehm für mich werden würde. Ich bin nicht die Hauptperson bei der Anhörung. Es gibt bei der Anhörung keine Hauptperson. Ich bin dabei nur einer von vielen, aber ich finde meine  Rolle wichtig und objektiv betrachtet ist meine Rolle wichtig, aber das interessiert niemanden. Alle  konzentrieren sich nur auf das Gesamtereignis.

 Wir sind bei einem Vorbereitungstreffen. Es sind eine handvoll Leute da. Es werden etwas größere Plaketten zugeordnet, die jeder während  der Anhörung auf der Brust tragen wird. Die Plaketten werden nach einem unbekannten Verfahren erstellt. Sie werden aus einem unbestimmten Behälter gezogen, sind aber nicht zufällig zugeordnet.  Sie werden den Teilnehmern fest und vorbestimmt zugeordnet. Auf den Plaketten ist eine lange Kombination aus Buchstaben und Ziffern in mehreren Gruppen zusammen mit einem kleinen Icon zu sehen. Ich bin angespannt, aber nicht negativ oder unbequem angespannt. Ich bin frohen Mutes. Ich ziehe meine Plakette, gucke aber nicht drauf. Ich vergesse meine Plakette sofort. Ich gucke ständig auf die Plaketten der anderen Anwesenden. Die Plaketten wirken sehr interessant. Ein kleiner Hund ist auch da. Er ist einer der Aufpasser, die alles überwachen. Er trägt auch eine der Plaketten. Der Hund nervt und stört mich. Er läßt nicht locker und zerrt immer wieder an mir. Ich werde ihn aber nicht los. Er ist eine ständige Begleiterscheinung des Vorbereitungstreffens, sobald ich ihn bemerkt  habe und er auf mich aufmerksam geworden ist. Anwesenden Menschen diskutieren angeregt über die  bevorstehende Anhörung. Ich bin aber so auf das Gesamtereignis konzentriert, das ich vom Inhalt  der Gespräche nichts mitbekomme.

 Die Anhörung hat angefangen. Alles ist aber noch in der Vorlaufphase. Ich bin dabei auf meinen Platz  zugehen. Die für die Anhörung wichtigen Leute sollen auf einem mehrstufigen Podium Platz nehmen. Es ist noch ein Stück des Weges auf meinen Platz. Ich denke aber gar nicht an meinen Platz, sondern bin viel zu fasziniert vom Geschehen. Einige der für die  Anhörung wichtigen Leute sind schon auf ihren Plätzen auf dem Podium. Ich studiere fasziniert ihre  Plaketten. An meine eigene Plakette denke ich nicht.

 Plötzlich kann man am Himmel eine horizontal fliegende Rakete beobachten, die in eine Erdumlaufbahn fliegen soll. Sie zieht links und rechts von sich an langen Verbindungskabeln zwei Space Shuttles hinter sich her. Nachdem die Rakete vorbeigeflogen ist ertönt ein ohrenbetäubend lautes Donnergrollen vom Raketenmotor. Während wir hinter der Rakete hergucken ändert sie plötzlich stark die Flugrichtung und biegt in Richtung Weltraum um, die Space Shuttles hinter sich herziehend. Dann ist die Rakete weg. Sie ist in den Weltraum geflogen. Es ist eine europäische Rakete. Alle diskutieren angeregt über die technische Leistungsfähigkeit der Europäischen Wirtschaft und  äußern sich positiv im Eindruck des gerade beobachteten technischen Schauspiels. Ich sage, dass es für Deutschland auch einfach wäre, eigene Atomwaffen zu entwickeln, dass das aber nicht gewollt ist und das es gut so ist. Mein Gesprächspartner stimmt mir zu.

 Ich bin abwesend von der Anhörung. Ich bin nicht auf meinen Platz gegangen. Ich bin irgendwo in den Fluren unter der Veranstaltungshalle und will eilig kurz irgendwo hin. Der kleine Hund vom Vorbereitungstreffen ist auch auf der Hauptveranstaltung zum Ordnungsdienst eingeteilt. Er hat entdeckt, dass ich abwesend bin, obwohl das eine Ordnungswidrigkeit im Anhörungsverfahren ist. Er ist hinter mir her und zerrt energisch an mir um mich wieder zurück in die Veranstaltungshalle zu bringen.

 (Kommentar zum Traum: An dieser Stelle wache ich auf. In jedem Augenblick meiner Träume fließen  sehr viele Dinge in die aktuelle Situation ein, die man während des Protokollierens erst mühsam in mehreren Sätzen hintereinander darstellen muss. Die Sprünge zwischen den Situationen empfinde ich nicht als Sprünge. Es geht alles natlos ineinander über. Ich bin zum Zeitpunkt des Traumes mehr oder weniger unter Druck, da ich nur langsam  in meine MCSE-Schulung hineinwachse und schon eine Prüfung nicht bestanden (wiederholbar) und eine nur schlecht bestanden habe.  Ich habe aber nahezu keine Probleme mit dem frühen Aufstehen und die Umstellung meines Tagesrythmuses von arbeitslos auf tagsüber-Vollzeitbeschäftigung war völlig reibungslos, obwohl man ja meinen sollte, das ein solcher Übergang zwangsläufig Probleme bereiten sollte. Das heisst für mich, dass ich die  Phase der Arbeitslosigkeit auch dazu genutzt habe zu mir zu finden und mich von Grund auf zu restaurieren und zu erhohlen. (freu !) Der Traum ist wohl Ausdruck meiner inneren aktuellen Lebensfreude in dieser  leicht kritischen Situation.

 Ich muss an dieser Stelle sagen, dass ich gerne viel häufiger Träume protokollieren würde, da ich viele Träume, die ich habe, besonders in den letzten Jahren als eine Explosion für mich interessanter Zustände, Erlebnisse und Gedanken empfinde. Leider bin ich oft nicht in der Stimmung, sofort aufzustehen und den Traum aufzuschreiben, denn das ist nötig, wenn es sinnvoll sein soll, ein solches Protokoll anzufertigen. Ohne das Protokoll bleiben nur sehr wenige Träume dauerhaft in Erinnerung, aber auch solche Träume gibt es. Leider sind sie so verblasst, dass ein Protokoll nur noch ein blasser Abglanz des tatsächlichen Traumes wäre.)

 


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On 23 Dec 2005, 01:24.